El Chupacabra - Die unheimlichsten Kreaturen aus Legenden, Sagen und Fabeln, Teil 12

El Chupacabra - Die unheimlichsten Kreaturen aus Legenden, Sagen und Fabeln, Teil 12

Der Chupacabra ist das nächste unheimliche Wesen in unserer Reihe. Was hat er mit all seinen Opfern vor? Die Horrorklinik bringt Licht ins Dunkel!

Er streift geräuschlos durch die Nacht, saugt seinen wehrlosen Opfern gnadenlos das Blut aus und hinterlässt nicht nur Berge von Kadavern, sondern auch das unablässig nagende Gefühl, dass man in einem unvorsichtigen Moment selbst zu seinem nächsten Opfer werden könnte... El Chupacabra!

Das sagenumwobene Wesen, das erstmalig im August des Jahres 1995 in Puerto Rico gesichtet wurde, fristet hierzulande bisher noch ein Schattendasein, doch in den Weiten Süd- und Mittelamerikas, wo das blutsaugende Monster zuhause ist, ist es fast schon eine Art Popstar und nicht nur unter eingefleischten Gruselfans, sondern in der gesamten Bevölkerung und vor allem unter Farmern bekannt, die immer wieder Tiere an die Bestie verloren haben. Grund genug, dass wir uns dieses Wesen heute einmal genauer ansehen, also folge uns in die Schattenwelt Amerikas!

 

Erste Sichtung und Herkunft des Namens

Zum ersten Mal hörte man von "El Chupacabra", dessen Name auf Deutsch so viel wie "Ziegensauger" ("cabra" = Ziege, "chupar" = saugen) bedeutet, wie schon erwähnt, im Jahr 1995. In dieser Zeit kam es immer wieder zu seltsamen Todesfällen unter den Tieren der puertoricanischen Farmer und Viehwirte. Man konnte sich diese oftmals nicht wirklich erklären und besonders seltsam war, wie man die Tiere vorfand. Diese trugen nämlich immer wieder Bisswunden am Hals, aus denen scheinbar Blut gesaugt wurde. Betroffen waren außerdem ganz unterschiedliche Arten von Tieren. Von Kleintieren wie Hühnern und Katzen über Schafe und Ziegen bis hin zu voll ausgewachsenen Kühen war offenbar niemand wirklich sicher. In all diese Geschehnisse mischte sich plötzlich die Stimme einer Einheimischen: Maydelyne Tolentino.

Tolentino berichtete davon, ein bisher unbekanntes Wesen mit dunklen Augen und langen Gliedmaßen gesehen zu haben. Angeblich solle dieses sogar Stacheln auf dem Rücken tragen. Später stellte sich heraus, dass Tolentino das Wesen nie gesehen hatte und einfach nur ein Monster aus einem Film beschrieben hatte. Doch auch nachdem aufgedeckt war, dass an Tolentinos Geschichte nicht viel Wahres war, blieb das Gefühl, dass irgendetwas da draußen sein müsse, das für die Tode verantwortlich war. Denn beunruhigenderweise hörten die unerklärlichen Tode der Tiere nicht auf. So kam es, dass sogar der Bürgermeister von Canóvanas, José Ramón Soto Rivera, zur Jagd auf das Monster ausrief und mehrere Gruppen organisierte, die sich auf die Suche nach dem Ungeheuer machten.

 

El Chupacabras Kreise werden größer und die Gerüchte nehmen zu

Doch die Spur Chupacabras beschränkt sich nicht nur auf Puerto Rico, auch in Chile, Nicaragua, Mexiko und Argentinien verbreitete sich die Legende um den Vampir Mittelamerikas. Allein in den Jahren zwischen 1995 und 2005 kam es zu über 15.000 Fällen, die im Zusammenhang mit dem Ziegensauger stehen sollen.

Mit der Zahl der Fälle und der Ausbreitung über große Teile Süd- und Mittelamerikas nahmen auch die Gerüchte zu, woher das rätselhafte Wesen stammte. So hieß es, El Chupacabra sei bei einem Experiment entstanden und chilenische Medien behaupteten gar, die NASA hätte den Ziegensauger erschaffen. Doch es wird noch abenteuerlicher, denn eine Geschichte des Chupacabra-Mythos besagt sogar, dass es einst mit einem UFO auf die Erde gebracht worden sei. Andere behaupten, bereits die alten Maya-Stämme hätten einen Blutsauger beschrieben, der sich nachts auf die Jagd machte.

 

Das Gesicht des ZiegensaugersChupacabra

Weit auseinander reichen auch die Beschreibungen. Nachdem man sich von Tolentinos einstiger Beschreibung löste, wurde die Gestalt des gefürchteten Blutsaugers wie die eines Hundes oder Koyoten beschrieben, der jedoch kein Fell besaß. Tatsächlich fand man immer wieder Kadaver einiger dieser Wesen, wobei es letztlich nicht auszuschließen ist, dass es sich dabei auch um mutierte Hunde handeln könnte, die unter einer speziellen Hautkrankheit litten. Weiter erzählt man sich, der Chupacabra habe rasiermesserscharfe Zähne und gefährliche Klauen, mit denen er sich auf seine Opfer stürze. Leuchtend rote Augen soll der Chupacabra haben und die Fähigkeit, seine Opfer durch einen Blick aus diesen zu lähmen, um ihnen jegliche Widerstandskraft zu rauben. In anderen Erzählungen wird dem Blutsauger nachgesagt, er könne seine Körperfarbe wie ein Chamäleon an seine Umgebung anpassen und dadurch nahezu unsichtbar werden.

 

Reaktionen auf den Chupacabra

Obwohl die Legende rund um den Chupacabra im direkten Vergleich mit vielen anderen Monstern und Gruselgestalten noch nicht so bekannt ist, gibt es doch mittlerweile eine weltumspannende Fangemeinschaft, die sich über das bluttrinkende Monster austauscht, Bilder von (vermeintlichen?) Sichtungen teilt und die Legende vom Ziegensauger am Leben hält. So gab es etwa auch in der Mystery-Serie "Akte X - Die unheimlichen Fälle des FBI" aus den 90er Jahren eine Folge, die sich dem geheimnisvollen Wesen widmet. Verschiedene Bands, etwa die "Super Furry Animals" widmeten sich dem Ungeheuer auf musikalische Art und Weise und sogar die Universität von New Mexiko beschäftigte sich im Rahmen der Publikation "Tracking the Chupacabra: The Vampire Beast in Fact, Fiction and Folklore" schon mit der Bestie, die immer noch eine große Faszination auf die Menschen ausübt. Und so bleibt am Ende eines festzuhalten: Auch wenn es immer wieder Berichte über gefundene tote Chupacabras gibt, totzukriegen ist dieser Blutsauger ganz sicher nicht!

 

Was denkst du über den Chupacabra? Kanntest du die verschiedenen Geschichten über ihn? Schreibe deine Meinung/Gedanken einfach in die Kommentare!

 

 

Zu Teil 1: Das Ungeheuer von Loch Ness

Zu Teil 2: Bigfoot

Zu Teil 3: Dämonen

Zu Teil 4: Vampire

Zu Teil 5: Werwölfe

Zu Teil 6: Zombies

Zu Teil 7: Meerjungfrauen

Zu Teil 8: Wendigo

Zu Teil 9: Drachen

Zu Teil 10: Geister

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