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Vampire - Die unheimlichsten Kreaturen aus Legenden, Sagen und Fabeln, Teil 4

Heute entführen wir euch in die Welt von Ungeheuern mit spitzen Zähnen, die die Dunkelheit lieben und Blut saugen.
Nein, wir haben noch keine Mückensaison, aber Vampire, nun ja, die sind schließlich immer aktiv! Woher diese kommen und wie ihr sie erkennen könnt, erfahrt ihr hier!
- Die Namensherkunft von Vampiren
- Wie die Vampir-Sage entstand
- Eigenschaften von Vampiren
- Vampirismus heute
Die Namensherkunft von Vampiren
Bei einem Vampir handelt es sich, das wissen wir wohl alle, um einen wiederbelebten Leichnam eines Menschen, der sich vorzüglich vom Blut seiner Opfer ernährt.
Ab dem Jahr 1732 fand sich das ungarische Wort “Vampir” in der internationalen Literatur wieder. Das Wort stammt also aus dem slawischen Sprachraum, wenn auch seine Herkunft nicht eindeutig geklärt ist. Im Bulgarischen existiert das Wort vapir, was dort “geflügeltes Wesen” bedeutet. Diese Erklärung scheint zumindest nicht allzu weit hergeholt. In wieder anderen Regionen wie Südrussland oder Böhmen kennt man den wukodalak oder vurkulaka, was “wolfshaarig” bedeutet. In der Slowakei, der Ukraine und Weißrussland ist hingegen auch der Upyr bekannt, wobei das Suffix pir ebenfalls für “geflügeltes Wesen” oder auch "trinken" steht.
In jedem Fall ist das blutsaugende Ungeheuer in Westeuropa als Vampir (Deutsch, Englisch, Französisch) bekannt. In westeuropäischen Sprachen finden wir die Abwandlungen vampiro (Spanisch, Portugiesisch) oder vampyr (Dänemark, Schweden).
Wie die Vampir-Sage entstand
Nicht umsonst spielt einer der ersten großen Vampirromane, "Dracula" von Bram Stoker, zum Teil in Transsilvanien, dem heutigen Siebenbürgen, das zu Rumänien gehört: Vampirglauben entstand ursprünglich im südosteuropäischen Raum. Wenn es allgemeine Schäden in einer Dorfgemeinschaft gab, wie zum Beispiel Missernten, Krankheiten oder Hunger, musste jemand dafür verantwortlich gemacht werden: Das waren letztendlich die Vampire. Wenn ein nicht verwesender Leichnam in einem Sarg gefunden wurde, musste dieser noch einmal getötet werden. Das kommt euch bekannt vor? Genau, bis heute taucht dieses Motiv in Büchern, Filmen und Serien auf. Um einen Vampir, also einen eigentlich toten Mensch, zu besiegen, muss dieser nochmals getötet werden.
Die Entstehung der Vampire hat also auch ganz viel mit Glauben zu tun. Man glaubte zum Beispiel, dass das (nochmalige) Töten und Verbrennen eines vermeintlichen Vampirs in der Familie dazu führte, dass Krankheiten oder Elend besiegt wurden. Das mag für unsere Ohren befremdlich klingen, aber für diese Menschen musste es damals gewirkt haben, als würde das eine Ereignis (Vampirtod) mit dem anderen (Besserung der Lebensumstände) kausal zusammenhängen.
Der letzte Fall, der vampirtechnisch hohe Wellen schlug, fand übrigens im Jahr 2004 statt, als in einem rumänischen Dorf eine Familie den Leichnam eines Familienmitglieds ausgrub, da er angeblich als Vampir Krankheit über diese brachte. Das Herz des Leichnams wurde verbrannt, dessen Asche mit Wasser vermischt und das wurde von der ganzen Familie schließlich getrunken. Das Ergebnis: Sie wurden von der Krankheit geheilt.
Eigenschaften von Vampiren
Die typischen Erscheinungsmerkmale eines Vampirs sind uns hinreichend bekannt, doch auch diese lassen sich mit dem Hintergrundwissen über Verwesung einigermaßen rational erklären. Vampire trinken natürlich Blut, das ist wohl ihre wichtigste Eigenschaft! Das Blut spendet ihnen Energie und sie bekommen es durch das Zubeißen mit ihren langen, spitzen Zähnen.
Dieser Mythos kommt wohl daher, dass sich bei den ausgegrabenen und für Vampire gehaltenen Leichen das Zahnfleisch bereits zurückgezogen hatte, was die Zähne als unnatürlich gewachsen erscheinen ließ. Auch das Vorkommen von Blut ist bei Leichen ganz normal, denn es liegt weiterhin in flüssiger, jedoch verfaulter Gestalt vor. Die Tatsache, dass die Körper vermeintlich identifizierter Vampire auch nach Wochen noch nahezu unverändert erscheinen, lässt sich für die Region Südwesteuropas gut erklären: Durch die Kälte in der Erde und zum Teil sogar gefrorenen Boden wurden Leichen oftmals gut konserviert.
Vampire haben kein Spiegelbild, scheuen den Tag (oder fangen sogar im Sonnenlicht an zu brennen), sie können fliegen und haben einen hohen Sexualtrieb. Durch ihre Anziehungskraft schaffen sie es sogar, ihre Liebesopfer zu umgarnen, wie wir in dem Roman “Dracula” gelernt haben. Sie können Gebäude erst dann das erste Mal betreten, wenn sie dazu aufgefordert wurden.
Vampire können Menschen mit einem Biss ebenfalls in einen Vampir verwandeln - häufig jedoch unter der Bedingung, dass der gebissene Mensch Blut zu sich nehmen muss, das durch den Körper des Schöpfers floss. Besiegt oder in Schach gehalten werden kann ein Vampir natürlich mit Knoblauch, Weihwasser, einem Kruzifix, Tageslicht, Silber oder einem Holzpflock durchs Herz. Auch das Abtrennen eines Vampirkopfes gilt als wirksam.
Vampirismus heute
Neben den blutrünstigen, altmodischen oder glitzernden Vampiren, die uns in Literatur, Film und Fernsehen begegnen, gibt es auch die sogenannten Real Vampires oder Vampyre, die den Lebensstil eines Vampirs führen - inklusive des Blut Trinkens.
So kann man wohl sagen, dass Vampire eine der gruseligsten und sicherlich auch spannendsten Geschöpfe der Folklore sind, die auch in Zukunft den einen oder anderen kreativen Geist beflügeln werden!
Zu Teil 1: Das Ungeheuer von Loch Ness
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