Piratenkostüm für Jungen schwarz-rot
Die 10 gruseligsten Geisterschiffe – Teil 2

Das Meer ist voller Schrecken! Manche Schiffe und deren Besatzung kehrt niemals zurück. Tauch ein in die Welt der Geisterschiffe!
In Teil 2 unserer Reihe der gruseligsten Geisterschiffe geht unter anderem um eine verschwundene Crew.
4. Carroll A. Deering
Hier handelte es sich um ein Handelsschiff, welches zwischen Neuengland und Brasilien segelte. Nach der erfolgreichen Ablieferung der Ladung in Rio de Janeiro, machte sich die Crew am 2. Dezember 1920 auf den Heimweg nach Bath, im US-Bundesstaat Maine. Man fand den Fünfmaster am 31. Januar 1920 auf einer Sandbank vor Cape Hatteras, North Carolina, aufgelaufen – 600km ab vom Kurs!
An Bord befanden sich nur noch zwei Katzen. In der Kombüse war Essen zubereitet worden und man fand den Tisch für das Abendessen gedeckt vor. Nur von der Crew und den Instrumenten an Bord fehlte jede Spur.
Bis heute kursieren die verschiedensten Theorien über den unheimlichen Vorfall auf der Carroll A. Deering. Manche sprechen von einem Hurrikan, andere von Meuterei oder einer Verschwörung durch kommunistische Piraten, und wieder andere bringen das sagenumwobene Bermuda–Dreieck damit in Verbindung. Was auch immer die Ursache war, dass eine komplette Mannschaft spurlos verschwindet, wird wohl ewig in den undurchsichtigen Nebeln des Unerklärlichen verborgen bleiben.
5. Baychimo
Der 1322 Tonnen schwere Frachter wurde 1914 in Schweden gebaut und diente in den 1920er Jahren als Handelschiff der Hudson Bay Company entlang der Küste Alaskas und des Nordwest-Territoriums von Kanada. Man trieb regen Handel mit den Inuitsiedlungen, wobei Nahrungsmittel gegen Felle getauscht wurden.
Nun kam es am 1. Oktober 1931 dazu, dass die „Baychimo“ auf dem Rückweg einer Handelsfahrt vom Packeis eingeschlossen wurde. Man konnte es nach 2 Tagen wieder freibrechen. Allerdings wiederholte sich dieses Unglück eine Woche später erneut, doch diesmal war ein Befreiungsversuch nicht möglich und ihr Schicksal schien besiegelt.
Die 22-köpfige Mannschaft wurde aus Sicherheitsgründen mit Flugzeugen von der „Baychimo“ evakuiert und in der Nähe an Land gebracht, wo 15 Mann den Winter abwarten wollten, um das Schiff danach wieder flott zu kriegen. Zu allem Übel fegte ein heftiger Schneesturm über das Gebiet und als sich das Wetter wieder etwas gebessert hatte, bemerkte man, dass die „Baychimo“ verschwunden war!
Zuerst nahm man an, dass das Schiff gesunken sei, jedoch fand man es einige Tage später, 72km weit entfernt wiederum im Eis gefangen. Davon überzeugt, dass das Schiff den Winter nicht überstehen werde, lud man alle wertvollen Pelze aus, jedoch noch eine beträchtliche Menge davon im Rumpf des Schiffes zurücklassend. Nur einige Monate danach wurde die „Baychimo“ von Inuitjägern 480km (!) östlich von der letzten bekannten Stelle gefunden.
Im März 1933 dann konnten einige Eskimos das Schiff betreten, mussten jedoch aufgrund eines plötzlich hereinbrechenden Sturmes ganze 10 Tage an Bord verweilen. In den darauffolgenden Jahren wurde das Schiff immer wieder gesichtet, jedoch blieben Versuche, die restliche Fracht zu bergen fruchtlos, da dies immer wieder durch plötzlich auftretende Unwetter oder Eiseinbrüche verhindert wurde. Im Mai 1969, 38 Jahre nach ihrer Aufgabe, wurde die „Baychimo“ zuletzt in der Beaufortsee gesehen. Über ihren jetzigen Verbleib ist nichts bekannt. Man nimmt an, dass sie bereits gesunken sein könnte, doch kann dies bis heute nicht bestätigen. Der Bundesstaat Alaska sucht seit 2006 nach dem Geisterfrachter, bisher ergebnislos. Es scheint, als ob das Schiff ein gruseliges Eigenleben entwickelt hat und von niemandem gefunden werden will.
6. SS Ourang Medan
Die beiden Schiffe „Silver Star“ und „City of Baltimore“, die sich in der Straße von Malacca befanden, erhielten im Juni 1947 (anderen Quellen zufolge im Februar 1948) einen mysteriösen Funkspruch. Der Schiffsfunker der „Ourang Medan“ verkündete unheilsvoll, dass die Crew inklusive Kapitän und Offizieren tot sei. Der Spruch endete nach einer Reihe zusammenhangloser Morse-Codes mit den Worten: „Ich sterbe.“ Es gelang der Mannschaft der „Silver Star“, so wird berichtet, die „Ourang Medan“ zu finden und an Bord zu gehen, um einen Rettungsversuch zu unternehmen.
Jedoch fanden sie einen wirklich grotesken und unheimlichen Anblick vor. Das ganze Deck war voller Leichen. Die komplette Mannschaft des holländischen Frachters war tot, auch ein an Bord befindlicher Hund. Die Toten waren unversehrt, was das Ganze noch unerklärlicher machte. Als man das Schiff in Schlepptau nehmen wollte, brach plötzlich ein Brand im Laderaum aus, der die Besatzung der „Silver Star“ zum Verlassen des Totenschiffes zwang. Wenig später explodierte die „Ourang Medan“ und versank im Meer.
Die gruselige Geschichte über die „Ourang Medan“ sowie deren Existenz sind bis heute umstritten. Ein solches Schiff war in Holland zu dieser Zeit nicht registriert. Die Angaben zu den beiden anderen Schiffen jedoch, die der „Silver Star“ und der „City of Baltimore„, waren hingegen sehr genau und detailliert, so dass diese der Geschichte mehr Glaubwürdigkeit verleihen. Der Vorfall wird in Kreisen der Ufologen und Anhängern von paranormalen Phänomenen als außerirdisches oder übernatürliches Ereignis erklärt.
Dabei gibt es durchaus rationale Gründe für das Schicksal der toten Mannschaft und die Explosionen an Bord. Der Frachter könnte Zyankali und Nitroglycerin geladen haben. Eine zugegebenermaßen auch nicht gerade überzeugende Argumentation.
Das sind noch lange nicht alle Geschichten über Geisterschiffe! Nummer 7 bis 10 findest du in dem letzten Teil
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