Mottenmänner und Freaks - Urbane Legenden aus der ganzen Welt, Teil 3

Mottenmänner und Freaks - Urbane Legenden aus der ganzen Welt, Teil 3

In unserem dritten Teil über urbane Legenden aus der ganzen Welt begegnen wir dem Mottenmann und fleischfressenden Bäumen in Indien.

Der Mottenmann

Der Mottenmann, ein Wesen, dessen Körpergröße laut Augenzeugen auf knapp zwei Meter geschätzt wird, wurde zuletzt im Jahre 1967 in der Nähe von Point Pleasant in West Virginia gesichtet. Beschrieben wird es als graue Gestalt mit Flügeln, ohne Hals und roten Augen. Schwierig gestaltet sich bei dieser Beschreibung die Tatsache, dass alle Sichtungen nachts gemacht wurden und somit wahrscheinlich alles grau gewesen sein müsste… Seine Flügelspannweite beträgt rund drei Meter und seine maximale Fluggeschwindigkeit liegt weit über 140 km/h.Horrorklinik Kostüm

So viel zu den Fakten. Was aber macht er, der Mothman? Ehrlich gesagt wenig, was man ihm vorwerfen könnte. Er existiert und jagt, möglicherweise ungewollt, durch sein Erscheinen Angst ein, was denke ich völlig normal ist bei einem zwei Meter großen Koloss mit Flügeln. Wissenschaftliche Beurkundungen über seine Existenz gibt es leider nicht, auch wenn viele Ansätze bestehen.

Einer unter jenen versucht, den Bogen zwischen einer alten indianisch-mythologischen Figur zu schlagen: Der Big-Hoot, einer Rieseneule, welche große Ähnlichkeiten mit den Beschreibungen des Mothmans besitzt. Leider wurde bisher weder das eine noch das andere bewiesen, dennoch würde ich dir raten, in der Gegend um Point Pleasant, West Virginia, die Augen aufzuhalten.

Die Briefmarke

Es ereignete sich in den Jahren des Vietnamkrieges, dass ein Soldat stets seiner alten Mutter Briefe schrieb, sodass sie sich bloß keine Sorgen um seinen Verbleib machte. So schrieb er jede Woche, verheimlichte vieles von der Front, um sie nicht unnötig in Angst zu versetzen und schmückte die Geschichten darüber aus, die sich in ihrer Freizeit ereigneten.

So ging dies viele Wochen und der Vietnamkrieg spitze sich zunehmend zu. So geschah es dann auch, dass die Mutter keine Briefe mehr von ihrem Jüngsten erhielt und sich daraufhin Sorgen machte und gar an seinen Tod dachte. Dann jedoch kam der ersehnte Brief, doch nicht von ihrem Sohn, sondern von der allgemeinen Heeresleitung. Sie informierten sie darüber, dass ihr Sohn in Kriegsgefangenschaft geraten ist, sie sich aber nicht sorgen solle, da er gut versorgt würde und nach Beendigung des Krieges bereits ein Antrag auf Freilassung gestellt wurde. Sie beruhigte sich also und wieder zogen Wochen ins Land, bis der nächste Brief zugestellt wurde.

Ein Brief ihres Sohnes kam schließlich aus dem Gefangenlager. Wieder beruhigte er seine Mutter und teilte ihr mit, dass er gut behandelt wird und sie sich keine Sorgen machen soll. Eine Bitte habe er jedoch und zwar, dass sie diese exotische Briefmarke in seine Briefmarkensammlung stecken soll. Sie wunderte sich, als sie das las, da sie noch nie davon gehört hat, dass er eine Briefmarkensammlung führt, aber tat, worum ihr Sohn sie gebeten hatte.

Sie streifte vorsichtig die Briefmarke vom Couvert als sie fast der Schlag traf. Auf der Rückseite hatte er eine Nachricht für sie hinterlassen: „They cut off my legs“ stand in kleinen Lettern darauf…

Die verstümmelte Braut

Es ereignete sich in den Flitterwochen eines glücklichen Pärchens als jene gerade in Paris waren. Wie üblich gingen sie jeden Abend zum Diner in ein Restaurant und verbrauchten fröhlich ihre Stunden. So war es auch nicht seltsam, als seine Frau kurz bevor sie den Rückweg ins Hotel antreten wollten, noch einmal kurz die Toilette aufsuchen wollte. Sie ging und er wartete auf sie vor der Tür. Er wartete und wartete, doch sie kam nicht wieder. Leicht bestürzt ging er nach einigen Minuten zum Personal und bat darum, dass doch mal jemand nach ihr sehen sollte, ob alles in Ordnung ist, doch das Personal fand seine Frau nicht.

Verwirrt und leicht verängstigt fuhr der Mann ins Hotel, denkend dass seine Frau ihn vielleicht nicht fand und vorgefahren ist, doch dort war sie nicht. Er wartete weiterhin, wobei seine Sorge immer größer wurde. Am folgenden Tag schaltete er die Polizei ein, welche zunächst eine Personenkontrolle durchführte, ob es sich bei der Gesuchten nicht vielleicht um eine Heiratsschwindlerin handeln sollte doch auch dies blieb ohne Erfolg. Eine Fahndung begann, jedoch blieb diese erfolglos…

Aus Schmerz und Kummer und in dem Gedanken, dass seine Frau noch lebt machte er sich selbst auf die Suche nach ihr. Tage, Monate und letztendlich Jahre vergingen, die er mit der Suche verbrachte, welche ihn letztendlich nach Borneo verschlug. Aus einer Laune heraus und purer Neugierde kehrte er dort in ein schäbiges Etablissement ein, in welchem Freaks ausgestellt werden sollten. Vom Ekel gepackt, doch voller Wissensdurst durchquerte er den schauderhaften Ort voller verstümmelter Fehlgeburten, Personen mit monströsen Auswüchsen und anderen schauerlichen Qualitäten. Im letzten, einem dreckigen und widerlichen Käfig, begegnete er dem letzten Freak. Mit Ketten an ein Brett gefesselt, die Gliedmaßen absurd abstehend und unbeweglich gab dieser Tierlaute von sich, welche bis ins Mark gingen. Der Mann konnte dem Blick des Freaks nicht ausweichen: Er kannte sie… das Muttermal an ihrer Wange…

Die fleischfressenden Bäume

Im westindischen Ort Padrame soll es diese wunderlichen Bäume geben, die Vieh und Menschen an sich reißen, mit ihren Ästen, und sie dann verschlingen. Doch was ist dran an diesem Mythos? Ich mein, wenn man es so überlegt: Es gibt fleischfressende Pflanzen, wie zum Beispiel die Venus Fliegenfalle und noch andere Arten. Ist es da zu unwahrscheinlich, dass es diese auch in Baumgröße gibt?

Einst kam es zu einem Vorfall, als der Bauer Anand Gowda eine Kuh in den Wäldern hat grasen lassen. Er hörte sie schreien, zappeln und lief schnellst möglich zu ihr. Er traute seinen Augen kaum als er sah, wie der Baum mit seinen Ästen um sich schlug, nach ihm und der Kuh griff und jene schließlich packte. Er rannte ins Dorf und sammelte Männer um sich, das Übel zu beseitigen. Sie kamen gerade noch rechtzeitig, um die Kuh aus den Fängen des Pili Mara zu befreien, wie sie diesen Baum nennen.

Offizielle Untersuchungen zu diesem Vorfall gab es zwar noch keine, doch bestätigt selbst ein Wald-Ranger, dass es häufig zu Verstümmelungen an Vieh kommt, das im Wald gegrast hat, so dass zum Beispiel deren Schwanz abgerissen wurde oder sie übersäht von Narben aus dem Wald zurückkehren.

Im nächsten Beitrag präsentieren wir dir die letzten vier spannenden urbanen Legenden!

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